Verständlich sein verbindet! 
 … überbrücken wir Trennendes besser gemeinsam.   

Wissens-Kulturen und -Diversität erleben 

In meinem Verständlichkeits-Konzept hat die Vielfalt des Wissens einen besonderen Stellenwert. Denn erst, wenn Wissen verständlich ist, kann es geteilt und damit vermehrt werden.   

Als selbständige Wissenschaftsjournalistin hatte ich das Privileg, an Wissens-Orte zu reisen, die für die Allgemeinheit häufig nicht zugänglich sind. Eine zentrale Rolle spielte dabei meine Mitgliedschaft bei der European Union of Science Journalists' Associations (EUSJA) mit seinen über 2000 Mitgliedern in 22 Ländern und der österreichischen Mitgliedsorganisation, dem "Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten". Die Pressereisen zu Forschungseinrichtungen in Dänemark, Deutschland, Schweden und Russland waren ungemein inspirierend und noch heute profitiere ich von dem Einblick in verschiedene Wissens-Kulturen für mein Verständlichkeits-Training. 

Meine Highlights: "Berlin Science Week"; die damals in Bau befindliche größte Forschungseinrichtung Europas ("European Spallation Source, ESS") und der Neutronenbeschleuniger in Lund (SWE); Forschungsinstitute zu Supercomputer, Nuklear- und Weltraumforschung oder Genetik in Moskau und Dubna (RU). Wie oft hat man schon die Gelegenheit, sich die Funktionsweise des russischen Teilchenbeschleunigers NICA (Nuclotron-based Ion Collider fAcility) vor Ort von russischen Forschern erklären zu lassen?

Wie unterschiedlich Wissen in europäischen Archiven aufbewahrt und zugänglich gemacht wird, erfuhr ich durch Reisen im Rahmen meiner Tätigkeit für das internationale Archivnetzwerk ICARUS (International Centre of Archival Research). Einblicke in Landesarchive von Neapel (IT) bis Växjö (SWE) prägten meine persönliche Wahrnehmung von Wissen als immaterielles Kulturgut.    

Schließlich erlebte ich als Vereinsmanagerin des Fördervereins "ICARUS4all", einer vielfältigen Gemeinschaft mehrerer hundert Personen, die die Begeisterung für Archive verbindet, den hohen Wert eines wertschätzenden Austauschs auf Augenhöhe für den Wissenstransfer und das Lifelong Learning aller Beteiligten. Die Anerkennung von Wissens-Diversität auf individueller Ebene, ob jemand nun berufliche-, akademische- oder sonstige Expertise mitbringt, und die aktive Förderung einer positiven Atmosphäre und Verständlichkeits-Kultur waren mir ein großes Anliegen. 

Die von mir konzipierten Exkursionen in Archive bei unseren Nachbarn (DE, HU, CZ) lehrten mich zudem den Umgang mit einer älteren, vielfältigen, interessierten Zielgruppe und wie wichtig eine positive Atmosphäre für das Verstehen und Lernen ist. 

Fazit: Wissen ist vielfältig. Ich begegne dem mit großer Offenheit sowie Flexibilität. Die Wissens-Diversität durch Nachvollziehbarkeit zu vergrößern und Bewusstsein dafür zu schaffen, ist ein Grundbaustein meiner Arbeit als Verständlichkeits-Trainerin.