Verständlich sein verbindet! 
 … überbrücken wir Trennendes besser gemeinsam.   

Unterschiede sind da - schauen wir gemeinsam hin

Wer den Wissenschafts- und Hochschulbereich kennt, wird mir vermutlich zustimmen, wenn ich sage, dass auch heute noch viele kleine wie große Gräben existieren. Oft zwar nur noch in den Köpfen, aber sie sind da

Ob zwischen den Natur- und Geistes- und Sozialwissenschaften, den Universitäten und FH's, Männern und Frauen, Nachwuchsforschenden und Hochschulprofessoren, akademischem Wissen und Alltagswissen, Forschung und künstlerischer Forschung usw. Im Hinblick auf Nachvollziehbarkeit ist meiner Ansicht nach der vermeintliche Gegensatz zwischen dem sogenannten "Experten" und dem "Laien" besonders schwerwiegend. Gräben können aber nur sehenden Auges überwunden werden.

In meinem Verständlichkeits-Training möchte ich u.a. auch auf diesen vermeintlichen Gegensatz gezielt eingehen, seine Daseinsberechtigung kritisch hinterfragen und Überbrückendes anbieten 

Wir versus die Anderen/Allgemeinheit - wir SIND immer auch Allgemeinheit

Wir - das sind die Forschenden, die Spezialisten, die Scientific-Communities. Die "Anderen" ist aus der Perspektive vieler der Rest. Dieses Denken schafft eine gewaltige Kluft und erzeugt zudem Geringschätzung.

Sobald man jedoch genau hinschaut, was Expertise eigentlich alles ist oder sein kann gerät diese Hierarchie ins Wanken. Noch mehr, wenn man sich ehrlich eingesteht, wie groß beim Einzelnen der Anteil des Nicht-Wissens gegenüber Expertise realistischerweise tatsächlich ist. Punkt ist: Das ist völlig normal und darf auch so sein!

Worauf ich hinaus will: Erst wenn wir anerkennen und gutheißen, dass wir sehr vieles nicht wissen können wir uns selbst trotz unseres Expertenwissens auch als Teil der Allgemeinheit betrachten.

Dies ist die Voraussetzung für eine Begegnung auf Augenhöhe. In unserer heutigen Wissensgesellschaft geht es letztlich nämlich darum, dass wir die Diversität des Wissens und der Menschen wertschätzend anerkennen.

In meinem Verständlichkeits-Training gehe ich auch auf diese Thematiken ein, weil Nachvollziehbarkeit mehr ist, als sein eigenes Wissen jemandem bloß mitzuteilen.  

Verständlichkeits-Barrieren sind vielfältig und verstecken sich gut ...

Immer dann, wenn das Gegenüber gedanklich "aussteigt" und Ihnen nicht mehr folgen kann oder will können Sie davon ausgehen, dass eine Verständlichkeits-Barriere im Weg war. Diese können sehr vielfältig aussehen. Weil ich in meinem Konzept auch die soziale Ebene und das Individuum einbeziehe, können auch jene Verständlichkeits-Barrieren sichtbar werden, die zwischenmenschlich wahrnehmbar sind, oder beim Einzelnen im Denken, Fühlen und Handeln fußen.

Nicht selten kommt es speziell im Wissenschafts- und Hochschulbereich vor, dass lange an den Sprachbarrieren zwischen den Disziplinen gearbeitet werden muss - bevor man einander versteht und überhaupt zusammenarbeiten kann.  

Auch hier gilt: Wo wir hinschauen, können wir erkennen und das ist die Basis, um darüber zu reflektieren und Wege zu finden, um das Trennende zu überwinden.

Wer kann schon eine gute Brücke bauen, wenn er vor lauter Nebel weder die Kluft, noch das gegenüberliegende Ufer erkennen kann?